Hausgottesdienst vom 22. November


Schon sind wir am letzten Sonntag des Kirchenjahres angekommen. Ich wünsche allen einen bereichernden Gottesdienst und einen gesegneten schönen Sonntag.

Hausgottesdienst vom 22. November 2020

 

Lied: Gotteslob  777: 1+3  Es ragt ein hehrer Königsthron

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Weil wir am nächsten Sonntag schon den 1. Advent feiern und damit eine neue Zeit für uns Christen beginnt, erleben wir heute den letzten Sonntag unseres Kirchenjahres. Wir nennen ihn Christkönigsonntag.

Wir bekennen: Christus ist König.  König sein bedeutet für die Israeliten: Stellvertreter Gottes sein. Der König soll wie Gott handeln. Eine große Verantwortung. Auch wir haben teil an diesem König-Sein Jesu durch unsere Taufe. 

Auch wir haben Verantwortung, wir tragen Mit-Verantwortung, müssen Antwort geben für unser Reden, Handeln und Sein mit den Menschen unseres Alltags. Wo braucht unser Umgang mit dieser Verantwortung die Geste der Vergebung? Wo habe ich unverantwortlich gelebt? Wo bin ich Liebe schuldig geblieben? Lasst uns einen Augenblick in Stille darüber nachdenken...

 

STILLE

 

So lasst uns Gott um Vergebung bitten:

 

Jesus, du bist ein König, der besonders auf die Kleinen, Ausgegrenzten und die Menschen in Not schaut und ihnen dient. Herr erbarme dich unser.

Jesus, du bist ein König, der sich einsetzt, dass jeder Mensch in seiner Würde geachtet wird: dass er sich geliebt und ernstgenommen erfährt. Christus erbarme dich unser.

Jesus, du bist ein König, der nicht über die Menschen regiert, sondern mit den Menschen gemeinsam handelt und der jedem Menschen Vertrauen und Kraft dazu schenkt. Herr erbarme dich unser.

 

So legen wir unser Leben vor dich Gott und glauben, dass du uns vergibst, wenn wir es bereuen, dir, einander und uns selbst Liebe und Verantwortung schuldig geblieben zu sein. Darum loben wir dich nun aus ganzem Herzen.

 

Gloria:  Gotteslob 389,1+2: „Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt…“ 

 

Tagesgebet:

Guter Gott, du hast uns deinen Sohn gesandt, damit wir erkennen, worauf es in unserem Leben ankommt. Er ist ein Mensch geworden und hat unter uns gelebt. Er hat von dir und deiner Güte erzählt. In Jesus entdecken wir, wer du bist und wer wir sind. Er ist ein König, wie du ihn dir vorstellst: einer der dient und mit dem Herzen redet und handelt und besonders den Menschen in Not begegnet. So wollen wir seine Worte hören, um miteinander zu leben und zu lieben, wie Jesus, unser Bruder und Herr. Amen.

(Wenn wir mit Kindern versammelt sind, können wir direkt zum Evangelium gehen)

Die Hirten Israels, das heißt die ganze Führungsschicht, haben ihre Macht missbraucht und sind ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht geworden. 

Nun übernimmt Gott selber dieses Hirtenamt. 

Die Vermittlung durch Könige und andere braucht es nicht mehr. Gott selber führt sein Volk zurück aus der Gefangenschaft und sorgt sich um die, die es nötig haben.

 

LESUNG AUS DEM BUCH EZECHIEL 34,11-12.15-17

So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.

Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen, Spruch Gottes, des Herrn.

Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. 

Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

Ihr aber, meine Herde, so spricht Gott, der Herr, ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widern und Böcken.

 

Zwischengesang:  Gotteslob 449: „Herr, wir hören auf dein Wort“

 

Evangelium nach Matthäus 25,31-46:

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Wenn der Menschensohn in seiner himmlischen Herrlichkeit, begleitet von allen Engeln, kommt, dann wird er in königlichem Glanz auf seinem Thron Platz nehmen. Alle Völker werden vor ihm erscheinen, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie ein Hirte die Schafe von den Böcken trennt. Rechts werden die Schafe und links die Böcke ste­hen. Dann wird der königliche Richter zu denen an seiner rechten Seite sagen: ,Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt die neue Welt Gottes in Besitz, die er seit Erschaffung der Welt für euch bereithält!

Denn als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben.
Als ich Durst hatte, bekam ich von euch zu trinken.
Ich war ein Fremder bei euch, und ihr habt mich aufgenommen.

Ich war nackt, ihr habt mir Kleidung gegeben.
Ich war krank, und ihr habt mich besucht.
Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.’

Dann werden sie, die nach Gottes Willen gelebt haben, fragen: ,Herr, wann haben wir dich jemals hungrig gesehen und dir zu essen gegeben? Oder durstig und wir gaben dir zu trinken? Wann haben wir dir Gastfreundschaft gewährt, und wann bist du nackt gewesen und wir ha­ben dir Kleider gebracht? 39Wann warst du je krank oder im Gefängnis und wir haben dich besucht?’

40Der König wird ihnen dann antworten: ,Das will ich euch sagen: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!’

 

Wir denken darüber nach

Im Evangelium haben wir gehört, was Jesus zu den Menschen sagt, die er gerne bei sich haben will, die zu seinem Königreich gehören und lädt sie ein, dass sie zu ihm kommen:

Ich war hungrig, und Du hast mir zu essen gegeben.

Es gibt viele Menschen auf der Welt, denen es nicht so gut geht wie uns, die nicht jeden Tag das zu essen bekommen, was sie brauchen. Wenn wir aber an sie denken und mit ihnen teilen, dann braucht niemand mehr hungrig sein, dann wird jeder satt. Jesus lädt uns ein, miteinander zu teilen. So tragen wir Verantwortung füreinander.

Ich war durstig, und du hast mir zu trinken gegeben.

Es gibt Menschen auf der Welt, die nicht genug Geld haben, sich einen Brunnen graben zu können oder denen man die natürlichen Wasserquellen an Großkonzerne verkauft hat, so dass sie sich kein sauberes Wasser mehr leisten können. Es gibt Menschen, die allein oder einsam sind und sich nach anderen Menschen sehnen. Jesus lädt uns ein, uns miteinander für das Recht auf Wasser einzusetzen und Gemeinschaft zu leben. So tragen wir Verantwortung füreinander.

Ich war obdachlos, und du hast mich aufgenommen.

In den Zeitungen lesen wir und sehen wir Bilder von traurigen Menschen, deren Haus zusammengebrochen ist – wegen eines Erdbebens oder einer Überschwemmung. Es gibt auch Menschen, die nicht wissen, wo sie schlafen können oder dürfen. Arme Menschen, die fast alles von ihrem Hab und Gut verloren haben. Sie brauchen unsere Hilfe und Unterstützung, um ein Dach über dem Kopf zu haben. So tragen wir Verantwortung füreinander.

Ich war nackt, und du hast mir Kleidung gegeben.

Beim Roten Kreuz gibt es eine Kleidersammlung für Menschen, die sich nicht neue Kleider leisten können. Es gibt viele Menschen, von denen man respektlos redet und die von anderen schamlos entblößt werden. Jesus lädt uns ein, dass wir solidarisch sind mit ihnen und uns einsetzen, dass wir achtungsvoll miteinander umgehen. So tragen wir Verantwortung füreinander.

Ich war krank, und du hast mich besucht.

Vielleicht kennst Du auch einen Menschen, der krank ist – ich meine, wirklich krank, der längere Zeit im Bett liegen muss oder im Krankenhaus. Wer krank ist, braucht Menschen, die ihn ermuntern und ihn spüren lassen, dass er nicht allein und vergessen ist, sondern jemanden, der ihm hilft, wieder gesund zu werden. Jesus sagt uns, dass wir ihm damit dienen und eine Freude bereiten. So tragen wir Verantwortung füreinander.

Ich war im Gefängnis, und du bist zu mir gekommen.

Wenn Menschen im Gefängnis sind, dann ist es oft so, dass sie deswegen dort sind, weil sie etwas Böses getan haben und so bestraft werden. Jesus hat selbst den, der im Gefängnis ist, gern und verzeiht ihm. Jesus weiß, dass jeder Mensch ein neues Leben beginnen kann, wenn er Liebe spürt. Es gibt auch Menschen die gefangen sind in einer Sucht. Sie brauchen unsere Ermutigung, sich helfen zu lassen. So tragen wir Verantwortung füreinander.

Weil Jesus all das so wichtig ist, sagt er:

Alles, was du für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan hast, hast du für mich getan.

Damit auch wir so handeln, wie er es uns vorgelebt hat. Jesus hat auch die Menschen gern, die arm und hungrig, durstig und obdachlos, nackt und krank und gefangen sind. Wir gehören zu Jesus und deswegen wollen wir versuchen, so zu sein wie er, wollen wir das, was er uns sagt, nicht vergessen. 

® Überlegen wir nun, was wir konkret umsetzen können, von dem was uns Jesus heute zutraut. Gehen wir nochmals den einzelnen Aussagen Jesu nach und halten wir fest, was wir in der kommenden Woche in dieser Richtung umsetzen können (begrenzen wir uns auf maximal 2-3 Dinge).

 

Glaubensbelkenntnis:   Gotteslob 800: Wir glauben an den Vater, den Schöpfer

 

Fürbitten:

Herr Jesus Christus, am Ende aller Tage wirst du uns fragen, ob wir dir in unseren Mitmenschen begegnet sind. Für sie bitten wir dich:

  • Du sagst: „Ich war krank und ihr habt mich besucht.“ Lasst uns beten für alle, die krank und pflegebedürftig sind, und für die, die sie betreuen. Christus, höre uns.
  • Du sagst: „Ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben.“ Lasst uns beten für alle, die dafür kämpfen, dass besonders die Armen Zugang zu trinkbarem Wasser bekommen. Christus, höre uns.Du sagst: „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ Lasst uns beten für alle Inhaftierten, besonders für jene, die im Strafvollzug gequält, gefoltert und misshandelt werden. Christus, höre uns.
    • Du sagst: „Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben.“ Lasst uns beten für alle, die sich einsetzen für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung. Christus, höre uns.
  • Du sagst: „Ich war obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“ Lasst uns beten für die Flüchtlinge und Asylsuchenden und für alle, die in reichen und armen Ländern auf der Straße wohnen. Christus, höre uns.
  • Du sagst: „Ich war nackt und ihr habt mich bekleidet.“ Lasst uns beten für alle, in ihrer menschlichen Würde vor anderen bloßgestellt werden, und für die, die sexuell missbraucht wurden und werden. Christus, höre uns.
  • Wir können jetzt auch persönliche Bitten aussprechen...

 

Lied:  Gotteslob 823: Wo Menschen sich vergessen

https://www.youtube.com/watch?v=l72k-JQUnU0

 

Lasst uns gemeinsam beten, im Herzen verbunden mit allen Freunden Jesu auf der ganzen Welt, wie er selbst uns zu beten gelehrt hat. Vater unser im Himmel... 

 

Zum Friedensgruß:

Wir sehnen uns nach Frieden im Großen wie im Kleinen, den in der Welt und den in unseren Beziehungen. Wir wissen darum, wie kostbar er ist, wie zerbrechlich und zeitweise auch weit entfernt. Herr Jesus Christus, wir bitten dich: 

Schenke uns deinen Frieden, den Frieden, der uns verwandelt.

Denn du wünscht uns deinen Frieden und damit auch die Bereitschaft, 

deine Worte und deine Taten und Verheißungen Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Dieser Friede des Herrn sei allezeit mit euch!  

Geben wir uns die Hand als Zeichen der Verbundenheit mit Gott und untereinander!

 

Besinnung:

Schauen wir uns Text der Karte (folgende Seite) an und lassen wir ihn auf uns wirken.

 

Schlussgebet:

HERR, gerade in diesen Tagen gibt es unzählige Menschen, die sich für andere,
das Gemeinwohl, das Leben einsetzen und dabei nicht selten die eigene Gesundheit riskieren – in Krankenhäusern und Arztpraxen, in Apotheken und Supermärkten,
bei Polizei und Feuerwehr, im Rettungsdienst und im Verkehrswesen,
in Politik und Verwaltung. Sie alle und die vielen weiteren schließen wir ein in den Dank an dich, unseren Herrn und Gott. Hilf uns, zu erkennen, wo und wie wir persönlich und gemeinsam Verantwortung tragen können im Geiste dessen, was wir heute von Jesus gehört haben. Gib uns auch den Mut konkret etwas zu tun. Amen.

 

Schlusslied:   Gotteslob 813: 1+2+4  Möge die Straße uns zusammenführen

Segen:

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.

Der Herr wende uns sein Angesicht zu und schenke uns und allen, die uns am Herzen liegen, Frieden und Heil. So segne und begleite uns der lebendige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Gerne können wir uns folgendes Lied im Internet anschauen und anhören.

https://www.youtube.com/watch?v=RA2zX2RTF-8


ALFERSTEG
AMELSCHEID
ANDLER
ATZERATH
BREITFELD
CROMBACH
EIMERSCHEID
EITERBACH
GALHAUSEN
HEUEM
HINDERHAUSEN
HÜNNINGEN
LOMMERSWEILER
MACKENBACH
NEIDINGEN
NEUBRÜCK
NEUNDORF
NIEDER-EMMELS
OBER-EMMELS
RECHT
RÖDGEN
RODT
SCHLIERBACH
SCHÖNBERG
SETZ
ST.VITH
STEINEBRÜCK
WALLERODE
WEISTEN
WEPPLER
WIESENBACH

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