Hausgottesdienst vom 15. November 2020


Heute ist der Welttag der Armen, den Papst Franziskus vor einigen Jahren ins Leben rief. Wir sind eingeladen, an diesem Sonntag zuhause diesen Gottesdienst zu leben und uns im Herzen miteinander zu verbinden...

Hausgottesdienste

15. November 2020 - Welttag der Armen

 

Zur Eröffnung Gotteslob 822: Du hast uns deine Welt geschenkt

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Du hast uns Deine Welt geschenkt – haben wir gesungen. Wir können vieles in der Welt entdecken, worüber wir uns freuen können. 

Das Meer und die Kontinente, die Blumen und die Tiere, die Sonne und die Sterne – aber auch wir selbst gehören zu dieser Welt. Gott hat dich und mich, Gott hat uns alle in die Welt gestellt – so haben wir gesungen. 

Gott hat uns das Leben geschenkt – so wie wir sind, so ist es gut, so hat Gott uns gemacht – wir brauchen uns nicht verstecken – jede und jeder von uns ist wichtig und hat etwas einzubringen. 

Das hat auch Jesus immer wieder den Menschen gesagt – davon hören wir heute im Evangelium. Und so wollen wir ihn – Jesus – in unserer Mitte den besonderen Platz geben. Wir werden still und sprechen persönlich zu Jesus, um ihm im Herzen zu sagen, was in uns heute lebt: 

 

STILLE...

 

Lied Gotteslob 437: Meine engen Grenzen

 

Wir beten gemeinsam:

Gott, wir loben und wir preisen dich für deine Schöpfung: Für die Natur, die uns umgibt, für die Menschen, die wir liebhaben und mit denen wir verbunden sind, und wir preisen dich dafür, dass Du uns zutraust, dass wir deine Welt mitgestalten dürfen. Vielen Menschen geht es augenblicklich nicht gut. Für sie wollen wir besonders beten. Lass uns achtsam sein und erfinderisch werden, um mit dafür zu sorgen, dass kein Mensch in der Not allein sein muss. Amen.

 

Paulus, der Apostel, empfiehlt im ersten Brief an die kleine christliche Gemeinde der Thessalonicher, nicht passiv den Tag abzuwarten, wenn Jesus wiederkommt, sondern hier und jetzt zu leben: Wachsam, nüchtern und bereit müssen die sein, die den Tag Gottes erwarten.

 

Lesung aus dem 1. Brief des Paulus an die Gemeinde von Thessaloniki

Liebe Brüder und Schwestern, als Chri­s­ten sind wir Kinder des Lichts, Menschen, die auf jenen großen Tag hinleben; wir gehören nicht zur Nacht und haben nichts mit der Finsternis zu tun. 6Also schlaft nicht wie die ande­ren! Bleibt wach und nüchtern! 7Denn tagsüber schläft man nicht, und am helllichten Tag ist man nicht betrunken.

Lied: GL 481   1+2+6: Sonne der Gerechtigkeit

Oder: „Wir halten uns an Gottes Wort“  https://www.youtube.com/watch?v=Q9dYN1rc3jw

 

Evangelium                  Mt 25,14–30 (Kurzfassung)

Jesus erzählte folgendes Gleichnis:

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging.

Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. 

Sofort ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte, hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu. 

Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. 

Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. 

Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Das wenige hast Du gut eingesetzt – ich werde dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! 

 

Wir denken nach...

Jesus erzählt eine Geschichte, um den Leuten etwas zu erklären. Die Geschichte handelt von Geld. Aber nicht von Euros, sondern von Talenten – so hieß das Geld damals. Ein Mann gibt seinen Dienern Geld und verreist. Zwei von den Dienern schaffen es, aus dem Geld noch mehr zu erwirtschaften und der Mann freut sich darüber und lädt sie zu einem Fest ein. Der dritte Diener aber hat Angst, etwas falsch zu machen. Deshalb vergräbt er sein Talent in der Erde. So kann er das Geld nicht verlieren und keiner kann es ihm klauen – aber er kann dem Mann auch nicht mehr zurückgeben, als er bekommen hat. 

Wenn man das Evangelium weiterliest, dann erfährt man, dass der Herr ganz schön sauer war auf den dritten Diener. Der hat eine gute Chance verpasst – er war zu ängstlich. Er hätte viel mehr aus der Situation machen können! Schade! 

Aber langsam... - seit wann erzählt Jesus denn Geschichten über Geld?? Wollte Jesus tatsächlich den Leuten erklären, wie wichtig es ist, viel Geld zu verdienen?? Nein – er wollte den Leuten erklären, dass jeder Mensch von Gott etwas bekommt, was er gut im Leben gebrauchen und für andere einsetzen kann. So – jetzt seid ihr gefragt! 

  • ð  Alle überlegen und schreiben auf ein Stück Papier, was sie so richtig gut können, welches Talent sie haben. Noch nicht den anderen zeigen. 
  • ð  Wenn das erledigt ist, dann schaut euch in Ruhe noch mal alle an, die gerade mit euch zusammensitzen. Was können die so richtig gut? Was haben Mama, Papa, Geschwister (die anderen am Tisch) für Talente? 

Okay – das ist ganz schön viel zu schreiben – aber es ist bestimmt eine ganz spannende Sache, jetzt reihum zu erfahren, was die anderen von mir so denken. Haben die das gleiche aufgeschrieben, wie ich? Vielleicht kann ich etwas richtig gut und weiß es noch gar nicht. 

ð Geht die Reihe herum und sagt euch gegenseitig, welche Talente ihr bei euch selbst und den anderen entdeckt habt ... 

 

Für die Erwachsenen noch etwas...

Gott hat uns herausgefordert, mehr zu machen, aus dem, was er uns gegeben hat. So fordert er uns immer wieder besonders auf, uns mit den Armen dieser Welt für ein Leben in Würde einzusetzen, in dem jede und jeder das hat, was zum Leben notwendig ist.

Heute ist der Welttag der Armen – weit über die finanzielle Deutung des Wortes „arm“ hinaus. Papst Franziskus ruft uns auf in diesem Jahr: „Streck dem Armen deine Hand entgegen.“ Zur Aufmerksamkeit gegenüber den Armen ruft uns der Papst auf, besonders in dieser Corona-Zeit. Wie können wir uns konkret einbringen für eine gerechte Welt, in der die Armen nicht weiter unterdrückt werden? Wie sollten wir persönlich unser Verhalten im Alltag verändern, um unseren Beitrag zu leisten? 

Das Personal in den Krankenhäusern und Seniorenheimen gibt uns ein konkretes Beispiel. Die Menschen, die in den sozialen Einrichtungen ehrenamtlich engagiert sind ebenfalls. Auch in der Nachbarschaft, in meinem Kaufverhalten, in meinem Reden und Denken bin ich gefordert... 

Streck dem Armen deine Hand entgegen: Es ist die Einladung, unsere Verantwortung wahrzunehmen und einander zu tragen, besonders jene, die getragen werden müssen. 

Gerne könnt ihr als Erwachsene darüber austauschen, was diese Worte in euch bewirken, oder wie ihr konkret dieser Aufforderung Folge leisten könnt.

 

Lied: Gotteslob 456: Herr du bist mein Leben

https://www.youtube.com/watch?v=88TecOwMqyk

 

Fürbitten

Wir bitten Gott für alle Menschen, die sich in Jesu Geist für die Menschen in Not engagieren und die geistigen Werke der Barmherzigkeit leben.

  • -  Einem Menschen sagen „Du gehörst dazu“
    Wir bitten für alle, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, für die, die sich darum bemühen, Menschen mit Behinderung zu integrieren und für alle, die sich ausgegrenzt und ausgeschlossen fühlen. Gott und Vater aller Armen,
  • -  Ich höre Dir zu
    Für alle, die ein offenes Ohr haben und sich Zeit nehmen für das, was andere bewegt; in den Kinderheimen und Sozialeinrichtungen, in der Betreuung psychisch kranker Menschen und in der Telefonseelsorge. Für alle, die niemanden haben, mit dem sie über das sprechen können, was sie bewegt. Gott und Vater aller Armen,
  • -  Ich rede gut über Dich
    Wir bitten für alle, die sich mit starken Worten zum Schutz und zum Wohl anderer einbringen, die im Kleinen mit guten Worten Positives bewirken und für alle, die Opfer von Mobbing und Verleumdung geworden sind. Gott und Vater aller Armen,
  • -  Ich gehe ein Stück mit Dir
    Für alle, die andere in schwierigen Situationen als Lebensbegleiter zur Seite stehen; für die, die da sind, wenn ein Neustart nach schwerer Krankheit, Obdachlosigkeit oder Gefängnis notwendig ist, und für alle, denen Halt und Stütze fehlen. Gott und Vater aller Armen,
  • -  Ich teile mit Dir
    Für alle, die sich in Sozialmärkten engagieren, für Menschen, die bewusst Zeit und Geld für andere zur Verfügung stellen. Wir bitten dich um Barmherzigkeit für die, die um sich selbst kreisen und sich selbst genug sind. Gott und Vater aller Armen,
  • -  Ich besuche Dich
    Für die Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben einsame Menschen zu besuchen; für alle, die im Krankenhaus und in den Altenheimen einen wichtigen Dienst tun und für alle, deren Lebenswelt und Alltag von Einsamkeit geprägt ist. Gott und Vater aller Armen,
  • -  Ich bete für Dich
    Für alle, die durch das Gebet Trauernden beistehen, für die Christen, die für die Not anderer Menschen mit ihrem Gebet einstehen und für die, die nicht mehr beten können. Gott und Vater aller Armen,

 

Gott, du bist da, wo zwei oder drei sich in deinem Namen versammeln und mit-einander dich loben und preisen. Zu dir wollen wir gemeinsam beten: Vater unser...

 

Lied Gotteslob 457: Suchen und fragen

 

Zum Friedensgebet

Leben wird gelingen, wenn wir unsere Begabungen und unser Herz einsetzen für ein gerechtes, wohlwollendes Miteinander. Wenn wir mit Respekt und Liebe reden und handeln, schaffen wir eine Grundlage, auf der Frieden wachsen kann. Gottes Frieden wollen wir empfangen und weitergeben. (Wünschen wir einander Gottes Frieden). 

Meditation

Gott, du hältst deine Hand über mir, dafür danke ich dir von Herzen. Sie ist größer, als ich begreifen kann; sie ist mächtiger und zuverlässiger, als ich mir vorstellen kann. Sie trägt und hält mich bei dir, ich lobe und preise dich dafür. 

Gott, hier sind meine Hände, nicht sehr groß, nicht sehr stark, aber ich wende sie dir zu: Lehre sie das Tragen und Segnen, das Festhalten und Loslassen zur rechten Zeit. Öffne meine Hände, dass sie Schalen werden, die deine Barmherzigkeit empfangen können; dass sie sich denen entgegenstrecken, die Hilfe brauchen; dass sie sich falten zur Fürbitte für andere und zum Dank und Lobpreis deiner Liebe. Ich lege sie in deine Hand. Amen. 

 

Gebet 

Gott, du Freund der Armen und Kleinen, du siehst die Not und das Elend so vieler Menschen in unserer Welt. Du wendest deinen Blick nicht ab vom Leid derer, 

die hungern,
die ihrer Freiheit und Würde beraubt sind,
die Familie und Heimat verloren haben,
die unter Einsamkeit leiden und alle Hoffnung verloren haben.
Lass sie deine Nähe spüren.
Öffne unsere Herzen, dass wir fähig und bereit sind, mit anderen zu teilen.
Lehre uns, uns für eine gerechte Verteilung der Güter unserer Erde einzusetzen.
Lass uns nicht müde werden, durch unser Reden und Handeln Zeugnis zu geben von dir, der du uns zugesagt hast: „Ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben“. Amen. 

 

Schlusslied  Gotteslob 468: Gott gab uns Atem, damit wir leben

 

Segen

Gütiger Gott, gib uns immer wieder die Kraft,
auf unsere Mitmenschen zu schauen und wahrzunehmen, was sie brauchen. 

Schenke uns ein hörendes Herz, damit wir die Schreie der Armen hören
und ihnen wach und auf Augenhöhe unsere Unterstützung und unser Mitgefühl zuteil werden lassen. 

Zeige uns immer wieder neu durch das Vorbild Jesu,
die engen Grenzen unserer Vorurteile zu sprengen, uns Unbekanntem anzunähern und auf unsere Nächsten mit liebender Hingabe zuzugehen. 

Du, Gott der Liebe, segne uns und lasse uns Deine Liebe und Fürsorge in die Welt weitertragen, damit Dein Reich komme hier auf Erden. 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Schaut euch mal dieses Video an…

https://www.youtube.com/watch?v=GGKSe5HCenY&feature=emb_logo


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