Hausgottesdienst vom 8. November


Und schon starten wir aufs Neue die wöchentlichen Hausgottesdienste. Wir wünschen euch eine besinnliche Stunde uns alle eine guttuende Verbundenheit im Gebet...

Hausgottesdienst vom 8. November 2020

 

LIED ZUR ERÖFFNUNG   Gotteslob 790  Meine Zeit steht in deinen Händen

 

Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Stellt euch vor, unser Beginn des Familiengottesdienstes würde ge- stört, weil eine/r von uns zu spät käme.
Vielleicht würden wir von ihm oder ihr hören:
Hätte ich mir doch bloß den Wecker gestellt. 

Hätte ich im Bad doch bloß nicht so lange gebraucht.
Hätte ich doch nur mehr Ordnung in meinem Kleiderschrank, dann hätte ich die gewünschte Hose schneller gefunden.
Hätte ich doch bloß nicht noch eine Extrawurst zum Frühstück haben wollen. 

Hätte ich doch! Hätte ich doch! 

Immer, wenn wir diese Worte sprechen, haben wir etwas versäumt und sind zu spät. Wir alle waren auch schon einmal zu spät und haben gesagt: Hätte ich doch!
Und dann ist es oft zu spät. 

Aber so sind wir, Gott sei Dank, alle pünktlich hier versammelt zu un- serer Familienzeit mit Gott. Und so können wir gemeinsam Gottesdienst feiern. 

Doch zuvor werden wir einen Augenblick still und schenken Gott in unserer Runde den besonderen Platz. Lasst uns ihn mit unseren persönlichen Worten willkommen heißen und sagen wir ihm, was in uns heute morgen lebt. 

 

STILLE...

 

  • Gott, unser Vater, du lässt dich von denen finden, die wachsam sind und dein Wort hören wollen. Herr, erbarme dich unser.

 

  • Herr Jesus Christus, oftmals wollen wir nichts verpassen. Wir wollen alles selber machen und verlieren doch das Wesentliche. Christus, erbarme dich unser. 

 

  • Gott, Heiliger Geist, schenke uns das rechte Maß für unser Leben. Lass uns erkennen, was wichtig und richtig ist und es mit deiner Hilfe auch tun. Herr, erbarme dich unser.

 

Gottes Liebe zu uns kennt keine Grenzen. Er liebt uns bedingungslos. Darum dürfen wir sicher sein: wenn wir von Herzen etwas bereuen, schenkt er uns seine Vergebung. Darum beten wir nun voll Vertrauen zu Gott

 

Gemeinsames Gebet

Guter Gott, du hast uns in deine Hand geschrieben und zählst uns zu deinen Freunden. Halte von uns fern, was uns gefährdet, und nimm weg, was uns an Leib und Seele bedrückt. Lass uns wachsam und aufmerksam sein, damit wir das Gute tun. Darum bitten wir durch Jesus, der in der Einheit des Hl. Geistes mit dir lebt und zu uns steht heute und in Ewigkeit.  Amen.

 

Lied Gotteslob 448  Herr gib uns Mut zu hören

 

AUS DEM HEILIGEN EVANGELIUM NACH MATTÄUS 

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: 

Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 

Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. 

Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, 

die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. 

Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. 

Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! 

Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. 

Die törichten aber sagten zu den klugen:
Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. 

Die klugen erwiderten ihnen:
Dann reicht es weder für uns noch für euch;
geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. 

Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam;
die Jungfrauen, die bereit waren,
gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, 

und die Tür wurde zugeschlossen. 

Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!

Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

 

Überlegungen...

Für die Kinder...

Wo Gott mir ganz nahe kommt, da ist es wie im Himmel. Aber bin ich dafür vorbereitet, dass Gott bei mir ankommen kann?

Jesus erzählt uns zu dieser Frage eine Geschichte:

„Alle freuen sich. Es soll Hochzeit sein. Aber der Bräutigam ist noch nicht da und es wird schon dunkel. Deshalb gehen ihm 10 junge Frauen entgegen. Jede nimmt eine brennende Öllampe mit.

5 der Frauen sind klug. Sie nehmen vorsichtshalber einen Krug Ersatzöl für ihre Lampen mit; denn vielleicht müssen sie ja lange warten.

Die anderen 5 Frauen denken nicht daran. Dumm sind sie.

Lange warten die Frauen, doch der Bräutigam kommt immer noch nicht.

Müde setzen sie sich hin. Bald schläft eine nach der anderen ein.

Mitten in der Nacht werden sie von lauten Rufen geweckt: „Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“

Aber ihre Lampen sind fast leer gebrannt. Die fünf klugen Frauen sind dafür vorbereitet. Schnell füllen sie ihre Lampen mit dem Öl aus den Krügen. Sofort brennen sie wieder hell auf. Das wird für den Rückweg reichen.

Die anderen fünf Frauen erschrecken. Jetzt erst erkennen sie, dass das Öl ihrer Lampen nicht ausreicht. Schnell laufen sie los, um neues Öl zu besorgen.

Doch so kommen sie zu spät.

Der Bräutigam ist längst da. Die klugen Frauen haben ihn abgeholt und gemeinsam feiern sie Hochzeit.

Die 5 dummen Frauen bleiben enttäuscht draußen im Dunkeln.“

Als Jesus diese Geschichte erzählt hat, schaut er jeden seiner Freunde an und sagt: „Sei also wachsam, damit Du vorbereitet bist! Denn es gibt Momente in Deinem Leben, da kommt es ganz auf Dich an!“

Kennst Du solche Momente?

Für die Erwachsenen...

Der Erste: 

Vertrau auf einen gütigen Gott, aber bleibe wach für seinen Anspruch! 

Er ist nicht nur der liebe und barmherzige, der verzeiht und ein Auge zudrückt, sondern immer auch der fordernde und aufrüttelnde Gott, der ernstgenommen und gehört werden will; 

der uns fragt, was wir aus unseren Möglichkeiten gemacht haben; der uns stört in unserer Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit. 

Und der zweite Impuls: 

Teile, so viel du kannst, aber nicht die Verantwortung für dein Leben! 

Für deinen Ölvorrat – um im Bild zu bleiben – bist du ganz allein ver- antwortlich. Die Grundausrichtung deines Lebens, deinen persönli- chen Lebensentwurf, deine Ziele, deine Werte kannst du nicht borgen und ausleihen. 

Verhindern, dass du die Ölkrise kriegst und dein geistliches Leben lang- sam ausbrennt, dass dein Christsein nur noch auf Sparflamme brennt – das kannst nur du allein. 

Zeigen, dass du Feuer gefangen hast und dich für die Sache Jesu be- geisterst, dass das Licht deines Glaubens leuchtet – das kann dir nie- mand abnehmen. 

Ob du die Öl-Tankstellen Gottesdienst, Gebet oder gute Gespräche über Bibel und Glauben nützt, ob du deinen Ölstand regelmäßig prüfst und Reserven anlegst – das liegt allein an dir. 

Alle drei Schlussversionen zum Gleichnis von den zehn Brautjung- frauen passen zu Jesus, zu seiner Botschaft vom gütigen Gott und sei- ner Aufforderung zum Teilen. 

Die Impulse der unbequemen dritten hinterlassen den tiefsten Ein- druck: 

Vertrau auf einen gütigen Gott, aber bleib wach für seinen Anspruch! Teile, soviel du kannst, aber nicht die Verantwortung für dein Leben! Amen. 

 

GLAUBENSBEKENNTNIS  

Ich glaube an Gott, den allmächtigen Ursprung allen Seins, der sich um die Erde, um alles Leben und um mich und meine Familie sorgt wie ein Vater und eine Mutter um ihr Kind.

Ich glaube an Jesus Christus, der so vieles auf den Kopf stellt, weil der Maßstab für ihn die Liebe ist. So nennt er manchen Armen reich und manchen Reichen arm. Manche alte Menschen nennt er jung und manche jungen sind für ihn so alt. Manches schöne nennt er hässlich und im Dunkeln sieht er Licht, weil sein Maßstab die Liebe ist.

Ich glaube, dass auch ich vieles im neuen Licht sehe, wenn ich von ihm lerne mit den Augen der Liebe zu sehen. Diese Liebe macht mitten im Leben lebendig und überdauert den Tod.

 

Ich glaube an den Heiligen Geist, die ewige Kraft Gottes – Kraft, die solche Liebe schafft, Kraft, die uns trägt und täglich neue Hoffnung gibt. Amen.

 

FÜRBITTEN

Warten auf den Bräutigam, auf den Gottessohn, der kommen und einladen wird, mit ihm in den Hochzeitssaal zu gehen. Wer wird dabei sein, wer wird vor verschlossener Tür stehen? Wir wissen es nicht. Aber wir wissen um die Sehnsucht der Menschen nach Gott. So bitten wir:

 

  • Stärke uns und unsere Mitmenschen, dass wir dein Wort hören und aus deiner Kraft leben. Gott, unser Vater

 

  • Kranksein ist oft mühevoll und bringt zahlreiche Beschwerden. Wende dich unseren Kranken zu und schenke ihnen Geduld, Mut und Zuversicht. Lass auch uns aufmerksam sein für ihre Situation. Gott, unser Vater

 

  • Viele Menschen werden durch den Tod eines Angehörigen aus der Bahn geworfen. Lass sie deine Nähe und Liebe erfahren, die den Tod überwindet. Stärke uns, dass wir ihnen in der Trauer zur Seite stehen. Gott, unser Vater

 

  • Lass uns bewusst sein, dass wir täglich unsere Beziehung zu dir festigen, damit wir in schwierigen Zeiten unseren Halt und unsere Hilfe im Glauben finden. Gott, unser Vater

 

  • Wir bitten dich in dieser Krisenzeit, gib all jenen Menschen, die in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder zuhause mit der Pflege der kranken Menschen betraut sind, viel Kraft, Ausdauer und Geduld bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Stärke in uns das Verantwortungsbewusstsein, alles zu tun, um das Virus nicht noch mehr zu verbreiten. Gott, unser Vater

 

  • In unseren persönlichen Anliegen (wer etwas sagen möchte kann dies frei aussprechen)... Gott, unser Vater

 

Gott ist für uns wie ein guter Vater. Ihm können wir trauen, dass er uns eine "gute Orientierung" für unser Leben schenkt. Er füllt unsere Herzen, die manchmal leer und müde sind, mit seinem guten Geist. Voller Vertrauen beten wir nun gemeinsam:   

A: Vater unser im Himmel, …

 

ZUM FRIEDENSGRUSS

Wenn Menschen ihr Herz öffnen für Gott und sein Reich mitten unter uns, dann tun sich Augen, Ohren und Hände auf, von Mensch zu Mensch, dann springt der Funke der Liebe, der Hoffnung und des Friedens über – von Herz zu Herz. 

Das erbitten und erhoffen wir durch Jesus. Denn er lädt uns ein, 

den Glauben und das Leben miteinander zu teilen. Zuerst teilt er aus, was unter uns breiten Raum einnehmen soll: seinen Frieden.

Dieser Friede Christi sei mit euch! 

 

Worte über die wir nachdenken können... 

 

Für den Weltuntergang bin ich nicht zuständig, den kennt keiner.

Aber für eine bewohnbare Welt, für ein gutes Zusammenleben,

bin ich, bist du, sind wir alle verantwortlich.       

 

 

STILLE

 

 

 

 

 

 

SCHLUSSGEBET

A Befreie uns, o Herr. (nach jedem Satz wiederholen.

Von einer Gelehrtheit, die nur glänzen und sich selbst zelebrie- ren will. 

Von der Dummheit, jeder neuen Mode einfach nachzurennen.

Von der Feigheit, zu eigenen Fehlern zu stehen.

Von der Bequemlichkeit, selbst Verantwortung zu übernehmen. 

Von der Angst, zu den Verlierern zu gehören.

Von der Versuchung, die Schuld immer auf andere abzuschieben 

Von der Blindheit gegenüber gefährlichen Entwicklungen in unserer Gesellschaft

Von der Schläfrigkeit, die unser Christsein verblassen lässt.

Von überfordernden Erwartungen an unsere Mitmenschen. 

Von fehlender Aufmerksamkeit für die Nöte von Menschen. 

 

LIED  Gotteslob 793  1+4    Von guten Mächten

 

SEGEN

Der HERR erfülle euch mit Seiner Liebe;
ER sende euch Seinen Geist und Sein Licht;
ER mache hell eure Wege,
mache klar eure Augen,
damit sie den Weg sehen,
den ER mit euch gehen will. ER nehme euch an die Hand,
führe, begleite und halte euch,
dass ihr auch bei schweren Strecken
nicht strauchelt und zu Boden stürzt. ER schenke euch Seine Gnade und Kraft,
damit ihr erkennen möget,
dass ER euer Heil will. ER will,
dass ihr lebt und glücklich seid. Sein Segen komme über euch
und bleibe alle Zeit mit euch.
Sein Erbarmen werde euch reichlich zuteil. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


ALFERSTEG
AMELSCHEID
ANDLER
ATZERATH
BREITFELD
CROMBACH
EIMERSCHEID
EITERBACH
GALHAUSEN
HEUEM
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WALLERODE
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WEPPLER
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